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Provisorische Einschätzung der Ernte 2019 durch swiss granum

Die provisorischen Erntemengen 2019 für Weizen und Gerste liegen im Bereich der Vorjahresmengen. Die Rapsernte wird unter der Vorjahresmenge erwartet. Dies zeigt die von swiss granum Anfang August durchgeführte Ernteerhebung.

Swiss granum, die Branchenorganisation Getreide, Ölsaaten und Eiweisspflanzen, hat Anfang August gestützt auf Rückmeldungen von 30 Sammelstellen eine erste Einschätzung der Erntesituation 2019 für Gerste, Brotweizen und Raps vorgenommen. Diese Sammelstellen bilden zusammen 39% des Schweizer Marktes für Gerste, 51% für Weizen und 56% für Raps ab. Die gesamte Schweizer Produktion wurde anhand von Hochrechnungen basierend auf den inländischen Mengen 2018 ermittelt.

Brotweizen (exkl. Dinkel und Roggen)
Gestützt auf die Erhebung wird eine Erntemenge in der Grössenordnung von 400‘000 bis 415‘000 t Brotweizen geschätzt. Stand heute kann der grösste Teil davon als backfähiger Brotweizen (exkl. Dinkel und Roggen) gemäss swiss granum Übernahmebedingungen bezeichnet werden.
Es handelt sich um eine provisorische Einschätzung, da die Übernahme der Brotweizenernte bei der Erhebung erst zu rund 90% abgeschlossen war und die Aufbereitung des Brotweizens in den Sammelstellen noch erfolgen wird. Die Übersicht von Roggen und Dinkel zum Gesamtbild Brotgetreide steht ebenfalls noch aus. Eine Einschätzung der Weizenqualität erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt anhand der Erntequalitätserhebung von swiss granum.

Gerste / Futterweizen
Aufgrund der durchschnittlich um ca. 7% höheren Erträge verglichen mit 2018 wird die inländische Gerstenproduktion basierend auf der Hochrechnung aktuell auf rund 190‘000 t geschätzt. Auch hierbei handelt es sich um eine provisorische Einschätzung, obwohl die Gerstenernte zum Zeitpunkt der Erhebung abgeschlossen war. Die Situation beim Futterweizen (Futterweizensorten) kann zurzeit noch nicht abschliessend beurteilt werden.

Raps
Die Rapsernte war bei der Durchführung der Erhebung zu rund 90% beendet. Aufgrund der höheren Zuteilungsmenge war die Anbaufläche deutlich höher als im Vorjahr. Auf Basis der Hochrechnung wird die inländische Rapsproduktion aktuell auf rund 67‘000 bis 73‘000 Tonnen geschätzt. Sie wird somit tiefer erwartet als die letztjährige Erntemenge. Für die tiefen Erträge zeichnen auf nationaler Ebene hauptsächlich zwei Gründe verantwortlich. Einerseits war der Schädlingsdruck dieses Jahr hoch. Andererseits wirkten sich die Frostperioden im Frühjahr negativ aus. Zudem war der Raps regional unterschiedlich von Hagel betroffen.

Gesamtbeurteilung der Ernte 2019
Ein genaues Bild über die Ernte 2018 wird die Gesamterhebung von swiss granum liefern, deren Resultate im Oktober vorliegen werden. Basierend darauf und anhand der Resultate der Qualitätserhebung wird die Kommission „Markt-Qualität Getreide“ von swiss granum Mitte Oktober 2019 eine Gesamtbeurteilung vornehmen.

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Stephan Scheuner,
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