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Verwendbare Erntemengen 2018

Die verwendbaren Mengen der Ernte 2018 liegen für fast alle Kulturen unter den sehr hohen Mengen des Vorjahres. Die Trockenheit tangierte die Schweiz aber deutlich weniger stark als andere Länder Europas. Dies zeigt die von swiss granum Anfang September durchgeführte Gesamterhebung.

Swiss granum hat Anfang September 2018 bei allen Erstübernehmern die Gesamterhebung für Getreide (exkl. Körnermais), Eiweisspflanzen und Raps durchgeführt. Die Erntemengen für Körnermais, Soja und Sonnenblumen werden per Ende November erhoben.
 
Backfähiges Brotgetreide
Die backfähigen Erntemengen aller Brotgetreidearten mit Ausnahme von Dinkel liegen unter denjenigen des vergangenen Jahres. Beim Dinkel ist die Flächenausdehnung der Grund für die leicht höhere Erntemenge im Vergleich zu 2017. Die backfähige Brotgetreidemenge der Ernte 2018 beträgt insgesamt 442‘088 t und teilt sich wie folgt auf:
  • 407‘299 t backfähiger Brotweizen
  • 20‘479 t Dinkel
  • 9‘654 t Roggen
  • 4‘656 t übriges Brotgetreide (z.B. Emmer / Einkorn, Hirse, Gerste zu Speisezwecken)
 
Bei den Anteilen der Qualitätsklassen beim Brotweizen zeigen sich Verschiebungen im Vergleich zum Vorjahr. Der Anteil der Klasse Top ist auf 50.4% angewachsen (2017: 47.5%). Dadurch sind die Anteile der Klasse I mit 36.1% (2017: 37.9%) sowie der Klasse II mit 12.3% (2017: 13.6%) gesunken.
Die ersten Qualitätsresultate für die Weizenernte wurden bereits am 29. August 2018 und am 17. September 2018 publiziert. Wie im Jahr 2017 weist auch die diesjährige Weizenernte eine gute Qualität auf. Die Gesamtbeurteilung der Qualität der Ernte 2018 wird am 20. November an der Qualitätstagung von swiss granum präsentiert.
 
Futtergetreide inkl. nicht backfähigen Brotgetreides
Bei allen Futtergetreidearten sind verglichen zum Vorjahr ebenfalls tiefere Erträge zu verzeichnen. Den stärksten Rückgang zum Vorjahr verzeichnet Hafer mit minus 24.0% und einer Gesamtmenge von 6‘368 t. Hafer wird grösstenteils als Sommergetreide angebaut und war deshalb von der Trockenheit stärker betroffen als die Winterkulturen. Bei der Gerste fällt die Ernte mit 176‘552 t um 2% tiefer aus als im Durchschnitt der letzten zehn Jahre. Verglichen zum Vorjahr sank die Erntemenge um 12.3%. Die nicht backfähige Brotgetreidemenge ist wiederum sehr klein und ist vergleichbar mit dem Jahr 2013. Rund 7‘000 t konnten wegen einer zu hohen Mykotoxinbelastung nicht für die menschliche Ernährung verwendet werden. Über 300 t Brotgetreide mussten deswegen gar entsorgt werden.
Ausstehend sind noch die Zahlen zur Körnermaisernte, diese wird momentan auf knapp 120‘000 t geschätzt.

Ölsaaten / Eiweisspflanzen
Die Erntemenge von Raps beträgt 77‘478 t und liegt deutlich unter den Erwartungen. Knapp ein Drittel dieser Menge ist HOLL-Raps, zwei Drittel sind klassischer Raps. Angestrebt wurde eine Zielmenge von 90‘394 t (davon 29‘000 t HOLL-Raps). Um die Vermarktung der diesjährigen Ernte unter Suisse Garantie zu gewährleisten, wurde auf Antrag der Branche von der AMS eine Ausnahmebewilligung ermöglicht.
Für die Erntemengen Soja und Sonnenblumen liegen aktuell erst Schätzungen vor. Diese belaufen sich auf ca. 15‘000 t für Sonnenblumen und knapp 5‘000 t für Soja.
Ein Rückgang verglichen zum Vorjahr ist auch bei den Eiweisspflanzen zu verzeichnen. Die Ernte von Eiweisserbsen beläuft sich auf 12‘479 t, diejenige von Ackerbohnen auf 2‘614 t
 

Kontakt Medien

Stephan Scheuner,
Direktor

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