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Verheissungsvolle Qualität der Weizenernte 2018

Gemäss den gewichteten Resultaten der Schnelltests liegt die Qualität der Weizenernte 2018 höher als im Durchschnitt der letzten fünf Jahre und auf einem ähnlichen Niveau wie letztes Jahr. Die Hektolitergewichte, die Proteingehalte, die Zeleny-Werte und die Fallzahlen können als gut bezeichnet werden. Dies zeigen die ersten Ergebnisse der Erntequalitätserhebung von swiss granum.

Qualitätstests wurden mit Weizenproben von vier Hauptsorten pro Region durchgeführt. Die Proben stammen aus einem Versuchsnetz von 21 Sammelstellen. Runal (TOP), CH Claro (TOP) Arina (I) und Forel (I) werden seit mehr als fünf Jahren bewertet, CH Nara (TOP) seit 4 Jahren. Seit diesem Jahr ergänzt Hanswin (I) dieses Sortenspektrum. Im Auftrag von swiss granum führt die Fachschule Richemont die Analysen durch. Die Ergebnisse werden für fünf definierte Regionen bewertet und anhand des Flächenanteils gewichtet. Bevor endgültige Schlüsse über die Qualität der Ernte 2018 gezogen werden können, müssen die Ergebnisse der vollständigen Laboranalysen und der Backtests abgewartet werden.

Hektolitergewicht
Die Hektolitergewichte sind dieses Jahr hoch. Der Durchschnitt liegt bei 83 kg/hl. Er ist somit um 1.8 Einheiten höher als 2017 und der Durchschnitt der letzten fünf Jahre (81.2 kg/hl). Die Resultate der untersuchten Sorten bewegen sich zwischen 79.6 kg/hl und 85.8 kg/hl. Forel und Hanswin zeichnen sich dieses Jahr mit hohen Durchschnitten aus (84.3 kg/hl und 84.1 kg/hl). Im Durchschnitt der letzten fünf Jahre bleiben die Unterschiede zwischen den Sorten jedoch gering (zwischen 80.8 kg/hl und 82.4 kg/hl).


Proteingehalt
Die Proteingehalte variieren 2018 zwischen 10.6% und 16.9% (2017: 12.0% und 16.2%). Der Durchschnitt ist mit 14% um 0.9 Einheiten höher als derjenige der letzten fünf Jahre (13.1%) und ist ähnlich wie diejenige von 2016 und 2017 (14.1% und 13.9%). Das Spitzentrio besteht aus Runal (15%), CH Nara (14.4%) und Arina (14.3%). CH Claro und Forel weisen mit 13.8% und 13.7% ähnliche Durchschnitte auf. Hanswin ist auf einem tieferen Niveau (12.8%). Wie in der Vergangenheit besitzt die Region 5 mit 14.5% den besten Durchschnitt (2017: 14.4%). Sie ist dicht gefolgt von der Region 6 mit 14.2% (2017: 13.9%). Die Unterschiede zwischen den Regionen 2 und 4 mit 13.8% und 13.9% sind dieses Jahr klein (2017: 13.4% und 14.1%). Mit 13.2% weist die Region 1 den tiefsten Durchschnitt auf (2017: 13.3%).

Zeleny-Wert
Der Durchschnitt liegt bei 66.9 ml und ist somit um 4.6 Einheiten höher als derjenige der letzten fünf Jahre (62.3 ml). CH Nara und Forel übertreffen 70 ml (71.9 ml und 70.3 ml), gefolgt von CH Claro (69.1 ml), Runal (65.2 ml) und Arina (64.5 ml). Hanswin erreicht mit 60.4 ml ein mittelmässiges Resultat. Wie für den Proteingehalt weist die Region 1 mit 63.6 ml (2017: 65.3 ml) den tiefsten Durchschnitt auf. Die Region 6 erzielt mit 70.7 ml den besten Durchschnitt (2017: 69.1 ml). Die anderen Regionen liegen zwischen 67.8 und 69.9 ml.

Fallzahl
Die Fallzahlen sind mit einem Durchschnitt von 348 s leicht tiefer als diejenige der letzten drei Jahre. Sie bleiben somit auf einem ähnlichen Niveau wie der Durchschnitt der letzten fünf Jahre (353 s). CH Nara erzielt mit 375 s den besten Durchschnitt (2017: 366 s) und Hanswin mit 318 s. den schlechtesten.

Legende der 5 Regionen
1 = Genferseebecken, vom Kanton Genf bis Lausanne
2 = Gros de Vaud, Broye, Ufer des Neuenburgersees, Ajoie
4 = Mittelland – Talzone, von Murten bis Brugg
5 = Mittelland – Hügelzone, von Romont bis Zug
6 = Basler Rheintal und Ostschweiz (Teile der Kantone ZH, SH, TG, SG).

 

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Stephan Scheuner,
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